Diabetikervereinigung Heilbronn

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Typ-2-Diabetes

Typ-2-Diabetes ist eine chronische Stoffwechselkrankheit, die zu erhöhten Blutzuckerspiegeln führt. Der erhöhte Blutzucker schädigt langfristig Blutgefäße und Nerven. Das kann zu zahlreichen Organproblemen führen. 

Die Neigung zu Typ-2-Diabetes ist genetisch bedingt. Außerdem begünstigen vor allem Übergewicht und Bewegungsmangel, dass die Krankheit entsteht.

Die häufigsten Fragen ...

Wie merke ich, dass ich Typ-2-Diabetes habe?

Diabetes wird im Rahmen eines Gesundheitschecks oft zufällig entdeckt. Es kann aufgrund fehlender fassbarer Symptome vorkommen, dass ein Diabetes schon viele Jahre besteht. Das ist gefährlich, denn je länger der Diabetes unentdeckt bleibt, desto schneller kann dies zu Folgeerkrankungen führen. Deshalb sollten Sie sich regelmäßig einem Gesundheitscheck unterziehen und oben aufgeführte Symptome sehr ernst nehmen.

Ihr Arzt kann einen Diabetes einfach und schnell feststellen, über Urin- oder Bluttests, ggf. auch über orale Glukosetoleranztests. Mit diesen Tests kann geprüft werden, ob und wie gut der Körper Zucker verwertet.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei Typ-2-Diabetes

Die Bauchspeicheldrüse eines Typ-2-Diabetikers produziert viel mehr Insulin als die eines Stoffwechselgesunden, nur kann das Insulin nicht mehr richtig in den Zellmembranen wirken (Insulinresistenz). Die hohe Insulinproduktion sorgt für eine sehr gute Verstoffwechselung der Energie aus der Nahrung, wodurch Übergewicht entsteht. Übergewicht fördert eine weitere Insulinresistenz der insulinabhängigen Körperzellen.

Ernährungsumstellung/Bewegung

Als erste Therapiemöglichkeiten werden Schulung, Ernährungsumstellung und Bewegung in Betracht gezogen. Durch die daraus resultierende Gewichtsabnahme erreichen Typ-2-Diabetiker dann oft eine Remission (Wiedererlangen eines normalen Nüchternblutzuckers).

Eine Lebensstiländerung fällt allerdings meist schwer und reicht nicht immer aus.

Verschiedene Diabetesmedikamente

Bringen Ernährungsumstellung und Bewegung keinen Erfolg, kann zusätzlich mit verschiedenen Diabetesmedikamenten behandelt werden, welche sich nach Gewicht und Indikation/Kontraindikation richten.

Metformin, Glibenclamid oder Sulfonylharnstoffe kommen als Erstes zum Einsatz. Genügen diese nicht, rät der Arzt den Patienten meist zu einem zweiten oralen Antidiabetikum, wie Acarbose, Gliniden oder Glitazonen. Diese Tablettenkombinationstherapie ist nur sinnvoll, wenn das Therapieziel damit wirklich erreichbar scheint, weil ein kardiovaskuläres Risiko aufgrund mangelnder Datenvorlage nicht ausgeschlossen werden kann.

Kombinierte Insulintherapie             

Liegen Nüchtern-Blutzuckerwerte oberhalb des Zielwertes von 110 mg/dl hemmt körpereigenes Insulin scheinbar nicht mehr ausreichend die Glukoseproduktion.

Basalinsuline, die zur Nacht gespritzt werden, können Abhilfe schaffen. Je nachdem wie die Blutzuckerwerte sich im Laufe des Tages verhalten, muss ggf. noch zusätzliches Bolusinsulin zu den Mahlzeiten verabreicht werden.         

Insulintherapie

Wenn eine kombinierte Insulintherapie keinen Erfolg verspricht, das heißt wenn die Ziel-Blutzuckerwerte  nicht erreicht werden, müssen Sie und Ihr Arzt die Vor- und Nachteile verschiedener Insulintherapien besprechen, um die für Sie geeignete Insulintherapieform zu finden.